Das Verkehrs-Dashboard · Schwerpunkt 2025
Millionen Verstöße.
Was steckt
dahinter?
Wie viele Blitzer gibt es? Wie oft wird zu schnell gefahren oder falsch geparkt? Was nehmen die Behörden ein? Hier stehen Zahlen, Quellen und die Lücken dazwischen.
KI-Symbolbild · keine reale MesssituationZahlen brauchen Quellen.Und einen klaren Blick auf das Ganze.
Keine amtliche Geräte-Vollinventur. [S04]
Wo Wissenslücken sind,
kannst du sie selbst schließen.
Landkreis auswählen, konkrete Statistik anfordern und die Antwort hier einreichen. Ohne Registrierung. Nach Prüfung kann daraus ein neuer belegter Datenpunkt werden.
Standort auf der Karte markieren, Fragen auswählen und dein Anschreiben erstellen.
Alle 16 Bundesländer · einheitliche Registerbasis
Wo werden wie viele
Verstöße registriert?
3.976.636 Ordnungswidrigkeiten wurden 2025 bundesweit in das Fahreignungsregister eingetragen. Diese Reihe ist länderübergreifend abgegrenzt – aber deutlich kleiner als das gesamte Verwarnungs- und Bußgeldgeschehen. [S01]
Die Balken zeigen Fallzahlen, keine Kontrolldichte und keine Rangfolge der „schlechtesten Autofahrer“. Klicke auf ein Bundesland für Zahlen und offene Fragen.
Alle Länderwerte als Tabelle ansehen
| Bundesland | Registrierte OWi | Davon Tempo | Fahrverbote * | Details |
|---|
* Fahrverbote umfassen auch Straftaten und sind keine addierbare Teilmenge der OWi. „Offener Import“ bedeutet: Wert in dieser Ausgabe nicht übernommen, nicht: beim KBA unbekannt. Keine fehlende Zelle wird als null behandelt.
Jenseits von Flensburg
Tempo, Parken und
der Alltag der Bußgeldstellen.
Hier werden auch Vorgänge sichtbar, die nicht im Punkteregister ankommen. Eine Polizeibilanz, eine zentrale Bußgeldstelle und eine Kommune decken allerdings nicht dasselbe ab.
Worum geht es in den Verfahren?
75,18 %Geschwindigkeit
13,83 %Parken
10,99 %Übrige, rechnerischer Rest
Bei 1.513.063 Eingängen entsprechen die gerundeten Anteile etwa 1.137.500 Tempo- und 209.300 Parkvorgängen. Die Fallzahlen sind daraus berechnet, nicht separat exakt gezählt.
Ohne eigene Bußgeldstelle Frankfurt und ohne selbst erledigte kommunale Verwarnungen. Deshalb nicht auf ganz Hessen oder Deutschland hochrechnen. [S06, S. 1–2]
Kleine Verstöße sind
keine kleine Restgröße.
Darunter wurden 1.073.188 Geschwindigkeitsverstöße ausgewiesen. Die kommunalen Eigenverfahren ergeben sich daraus noch nicht.
Verwarnungen und Anzeigen ergeben hier die Gesamtzahl. Die genannte Tempozahl ist eine Teilmenge, kein zusätzlicher Block. [S07]
Belegte Behördenbilanzen
Mit Zuständigkeitsgrenze statt irreführender Ländersumme. Alle folgenden Angaben beziehen sich auf 2025.
Wo sind die übrigen Park- und Verwarnungszahlen?
In dieser Ausgabe liegt keine konsolidierte Vollstatistik aller kommunalen und polizeilichen Verfahren für jedes Bundesland vor. Die Lücke ist kein Nullwert. Fordere vorhandene Jahresbilanzen, Deliktstabellen und Zahlungseingänge an – gerade bei den kommunalen Bußgeldstellen.
Statistik gezielt anfordern →Delikte · Sanktionen · Entwicklung
Welche Verstöße
tauchen im Register auf?
Die Auswahl unten beschreibt registrierte Entscheidungen, nicht alle beobachteten Verstöße und nicht eindeutige Personen. Deliktsgruppen werden hier nicht zu einer Gesamtsumme addiert.
Ausgewählte Delikte 2025
Fahreignungsregister; Alkohol, Drogen und Cannabis hier nur als Ordnungswidrigkeiten. Parkverstöße werden nicht aus einer „Restzahl“ errechnet. [S01] [S02]
Was hat sich gegenüber 2024 verändert?
Vorjahreswerte aus der bisherigen Ausgabe, KBA-Werte im damaligen Sekundärbericht. Gleiche Registerebene; mehr Eintragungen allein beweisen weder mehr Kontrollen noch eine höhere tatsächliche Verstoßrate. [N07] [S01/S02]
Bisherige Deutschland-Zahlen & historische Einordnung →Beispiel Hessen / ZBS · 2025
Vom Bescheid
bis zur Erledigung.
Verfahrenszahlen ergänzen die Delikte. Sie sind aber keine pauschale „Fehlerquote“ von Messungen.
725.926erlassene Bußgeldbescheide
22.896Abgaben an Gerichte nach Einspruch
224.125Einstellungen mangels ermittelter Person
Verschiedene Verfahrensstadien und Jahresbestände, kein Jahrgangstrichter. Keine Aussage darüber, wie viele Einsprüche erfolgreich waren. [S06]Verwarnungen · Bußgelder · Zahlungseingänge
Was nehmen die
Behörden tatsächlich ein?
Einnahmen sind nicht Gewinn. Haushaltspläne sind keine Zahlungseingänge. Und ein einzelner Blitzer ist nicht die ganze Bußgeldstelle.
Zahlungseingänge 2025; exakt 107.277.354,29 Euro. Umfang wie in der Behördenbilanz, nicht alle Kommunen. [S06]
Gerundete Einnahmen 2025 aus Verkehrsordnungswidrigkeiten, nicht ausschließlich Geschwindigkeit. [S08]
2025 bei der zentralen Bußgeldstelle. Kommunale Eigenbilanzen sind gesondert zu betrachten. [S09]
Schon ein Ausschnitt
liegt bei über 271 Millionen.
Die DAV-Befragung dokumentiert mehr als 271 Mio. Euro gemeldete Einnahmen bei 63 Antwortstellen. Die Abgrenzung variiert teilweise. Deshalb wird daraus hier weder ein Deutschlandtotal noch eine durchschnittliche „Blitzerrendite“ errechnet. [S05]
Auswahl der berichteten kommunalen Werte. Weitere Einnahmenwerte mit Bezugsgrenzen im Regionaldaten-Explorer. Eine Stadt darf nicht nochmals zur bereits umfassenden Länderbilanz addiert werden.
Was wäre eine
bundesweite Größenordnung?
Eine belastbar konsolidierte Jahresgesamtsumme ist hier noch offen. Teste eigene Annahmen, ohne das Ergebnis mit einer amtlichen Zahl zu verwechseln.
Vereinfachung: Vorgänge × mittlerer Betrag × Bezahlanteil. Kein empirisch belegtes Hochrechnungsmodell; keine Abzugskosten. Verwarngelder, Bußgelder und Nebenforderungen vor einer realen Schätzung sauber abgrenzen.
Wie viele Blitzer? · Datenbankaufnahme statt amtlicher Inventur
Rund 4.800 Einträge.
Nicht 4.800 gleichartige Geräte.
SCDB führt beim Abruf am 22.09.2026 insgesamt 4.821 Blitzer-Einträge für Deutschland. Als grobe Orientierung: mehrere Tausend feste Blitzerstandorte. Mobile Geräte und wechselnde Einsatzorte sind damit nicht bundesweit gezählt. [S04]
Rechnerisch 4.470 tempoerfassende Einträge: Geschwindigkeit plus kombinierte Anlagen. Datenbankeintrag, Standort, Messrichtung, Gehäuse und aktiver Sensor sind nicht zwangsläufig dieselbe Zähleinheit.
Mobile Gesamtzahl noch offen: Benötigt werden Bestände von Polizei und Kommunen, getrennt nach Handlaser, Fahrzeug, Anhänger und stationärer Anlage – ohne wechselnde Standorte mehrfach zu zählen.
Der Blick vor Ort
Welche Zahlen liegen
für deine Region vor?
Der bisherige Regionalbestand bleibt erhalten: Jahreszahlen, Geräte, Einnahmen und einzelne Kontrollaktionen. Zeitraum und Zähleinheit bleiben deshalb an jeder Zeile sichtbar.
Dein Landkreis fehlt oder hat nur Teilzahlen?
Fordere vorhandene Jahresbilanzen an. Die Antwort kann helfen, die nächste Lücke zu schließen.
Nachvollziehbar statt scheinbar vollständig
Jede Zahl braucht
eine Herkunft.
Vier Ebenen bleiben getrennt: amtliches Register, Behördenbilanz, Befragung beziehungsweise Datenbank und eigene Rechnung. Ein fehlender Wert heißt nicht null.
Register ist nicht Alltag.
FAER-Zugänge erfassen eintragungspflichtige Entscheidungen. Kleine Verwarnungen und ein großer Teil des Parkgeschehens fehlen. Eintragungsjahr und Tatjahr müssen nicht übereinstimmen.
Fehlend ist nicht geheim.
Manches wurde noch nicht in dieses Portal übernommen, anderes ist nur dezentral verfügbar. Bereits veröffentlichte Tabellen zuerst prüfen; danach konkrete vorhandene Daten anfordern.
Eine Antwort ist noch kein Beleg.
Eingereichte Schreiben werden vor einer Übernahme auf Herkunft, Zeitraum, Zuständigkeit, Doppelzählungen und personenbezogene Angaben geprüft. Es gibt keine ungeprüfte automatische Veröffentlichung.
Die bisherigen Quellen, Wissenskapitel und Regionalprofile bleiben zusätzlich unter Quellen und Methodik erhalten. Die bestehenden rechtlichen Erläuterungen wurden für diesen Dashboard-Umbau nicht vollständig neu geprüft.
Die Wissensbibliothek bleibt
Alle Hintergründe. Weiterhin an einem Ort.
Messgeräte, Rechte, Regionalprofile und Fallstudien stehen unverändert hinter dem neuen Zahlenüberblick.
Dein Einstieg
Wissen, das nicht
an der Oberfläche bleibt.
Jeder Bereich hat seinen eigenen Platz. Die wichtigen Quellen und Grenzen bleiben direkt bei der Aussage.
Das Wissensdossier
30 Kapitel: von der Messphysik bis zur statistischen Einordnung.
Bereich öffnen →Messgeräte & Hersteller
33 Typen, neun Verfahren, Zertifikate und ein sachlicher Drei-Geräte-Vergleich.
Bereich öffnen →Landkreise & Städte
51 recherchierte Regionalprofile und ein Suchraster für alle 294 Landkreise.
Bereich öffnen →Recht & Entscheidungen
Was Gerichte tatsächlich entschieden haben und was daraus nicht folgt.
Bereich öffnen →Kosten, Einnahmen, Nutzen
Fiskalische Betrachtung, Rechenmodell und die ausführliche Friesland-Fallstudie.
Bereich öffnen →Der Blick ins Ausland
Definitionen, Zeitreihen und Grenzen der Vergleichbarkeit.
Bereich öffnen →Fallstudie Friesland
Fünf Anlagen.
Keine einfache Gewinnformel.
Rund 460.000 Euro Projektkosten und kreisweite Einnahmen aus anderen Jahren sind nicht dieselbe Rechnung. Die Fallstudie zeigt, was bekannt ist – und welche Abrechnung fehlt.
[F01] [F02] [F03]Neue Quellenrecherche; eine frühere Originalkalkulation lag dieser Ausgabe nicht vor.
Ohne Registrierung · mit nachvollziehbarer Quelle
Dein Landkreis.
Deine Anfrage.
Mehr Wissen für alle.
Die Zahlen sind noch nicht da? Fordere die vorhandene Statistik an. Die Antwort kannst du hier mit ihrem Dokument an die Freiheitskanzlei senden.
Schritt 1 · Anfrage selbst versenden
Eine Lücke.
Eine konkrete Frage.
Wähle dein Bundesland und deinen Landkreis oder trage eine Stadt ein. Der vorhandene Anfrage-Assistent erstellt dir einen bearbeitbaren Text. Du bestimmst den Empfänger und versendest die Anfrage selbst.
Keine Fristhemmung, keine individuelle Rechtsberatung. Der Text fragt vorhandene aggregierte Angaben an; eine Pflicht, neue Statistiken zu erstellen, wird nicht unterstellt.
Diese Angaben helfen besonders.
Fälle: Tempo, Parken/Halten, Rotlicht, Abstand, Handy und weitere Verstöße. Verwarnungen und Bußgeldverfahren getrennt.
Geld: tatsächliche Zahlungseingänge, offene Forderungen, Gebühren und Ausgaben – nicht nur der Haushaltsansatz.
Kontrollen: Bestand und Einsatzart der Messgeräte, Kontrollstunden, gemessene Fahrzeuge, Messungen und verwertbare Fälle.
Abschluss: Einstellungen, Einsprüche, gerichtliche Abgaben und Ergebnisse; Zuständigkeitsgrenze und Berichtsjahr immer dazuschreiben.
Schon veröffentlichte Quellen zuerst prüfen →Schritt 2 · Dokument übermitteln
Antwort erhalten?
Mach sie nutzbar.
Deine bereinigte Behördenantwort wird als Supportanfrage gespeichert. Es geht um aggregierte Verkehrsdaten und Behördenauskünfte – nicht um die Bearbeitung eines persönlichen Bußgeldfalls.
Hinweise zur Datenverarbeitung bei dieser Einreichung
Zweck und Verarbeitung: redaktionelle Prüfung und Ergänzung der Wissensdatenbank durch die Freiheitskanzlei. Verarbeitet werden die von dir eingetragenen Angaben, deine Antwortadresse und die ausgewählten Dokumente.
Technischer Ablauf: Nach dem Absenden legt der Webseitenserver im vorhandenen Supportsystem eine neue Konversation mit Nachricht und Anhängen an. Es findet kein E-Mail- oder SMTP-Versand der Einreichung statt. Für den Schutz des Formulars wird eine technisch erforderliche Sitzung verwendet.
Keine automatische Veröffentlichung: Ausgewählte, aggregierte Angaben können nach Prüfung redaktionell aufbereitet werden. Personenbezogene Inhalte oder Originalschreiben werden nicht durch diesen Upload automatisch veröffentlicht.
Auskünfte und Rückfragen: Maßgeblich sind die Betreiberangaben und die Datenschutzerklärung der veröffentlichten Webseite. Die Support-Mitarbeiter können über die angegebene Antwortadresse Rückfragen stellen.
Hinweis für die Veröffentlichung: Verantwortlichen mit vollständigen Kontaktdaten, Rechtsgrundlage, eingesetzte Dienstleister, konkrete Speicherfristen, Betroffenenrechte und Beschwerdestelle vor Freischaltung in der Datenschutzerklärung ergänzen. Diese Entwurfsinformationen ersetzen diese Angaben nicht.
Praktische Hilfe
Erst den Vorwurf klären.
Dann den passenden Schritt.
Fristen dokumentieren, vorhandene Unterlagen prüfen und die nächste Handlung bewusst wählen.
Die zugrunde liegende Regelsatztabelle anzeigen
| Überschreitung | Innerorts / Punkte / Monate | Außerorts / Punkte / Monate |
|---|---|---|
| Bis 10 km/h | 30 € / 0 / 0 | 20 € / 0 / 0 |
| 11–15 km/h | 50 € / 0 / 0 | 40 € / 0 / 0 |
| 16–20 km/h | 70 € / 0 / 0 | 60 € / 0 / 0 |
| 21–25 km/h | 115 € / 1 / 0 | 100 € / 1 / 0 |
| 26–30 km/h | 180 € / 1 / 0 | 150 € / 1 / 0 |
| 31–40 km/h | 260 € / 2 / 1 | 200 € / 1 / 0 |
| 41–50 km/h | 400 € / 2 / 1 | 320 € / 2 / 1 |
| 51–60 km/h | 560 € / 2 / 2 | 480 € / 2 / 1 |
| 61–70 km/h | 700 € / 2 / 3 | 600 € / 2 / 2 |
| Über 70 km/h | 800 € / 2 / 3 | 700 € / 2 / 3 |
Selbst informieren
Die technische und rechtliche Einordnung lesen und Unterlagen geordnet vorbereiten.
Bereich öffnen →Blitzer-Storno
Zur vorhandenen automatisierten Hilfe. Leistungsumfang, Preis und Bedingungen direkt beim Anbieter prüfen.
Blitzer-Storno öffnen ↗Einzelfall prüfen lassen
Bei drohendem Fahrverbot, unklarer Frist oder komplexen technischen Einwänden den konkreten Fall fachkundig beurteilen lassen.
Anwaltlichen Dienst öffnen ↗